Katerina Cerná

schreibzeit 2012

Geboren 1985 in Tschechien, studierte sie Russische Philologie in Graz, Prag und Odessa und schreibt Prosa und Drama – seit kurzem auch für Kinder. In ihren Texten beschäftigt sie sich mit den Themen Migration und Identität (z.B. Projekt „Fremdsehen“ im Rahmen der Regionale X; 3. Platz exil-Literaturpreis 2011). Zur Zeit arbeitet sie im Rahmen des Retzhofer Dramapreises 2013, für welchen sie nominiert ist, an dem Drama „After the game is over“, und an dem Kinderbuch „Wüstenjunge“, bei welchem sie von der schreibzeit unterstützt wird.

„Wüstenjunge“ erzählt die Geschichte eines Jungen, der eines Tages eine Wüste in sich entdeckt. Beim Essen knirscht es zwischen seinen Zähnen, aus seinen Ärmeln rieselt Sand. In der Schule ein Außenseiter, vermisst der Wüstenjunge Philipp seinen Vater, den er nie kennengelernt hat – das Einzige, was er von ihm weiß, ist, dass dieser in der Wüste wohnt. Bald jedoch lernt er Sophie kennen, die eine Leidenschaft für Pflanzen und zu Hause – soweit dies in einer Stadtwohnung möglich ist - einen botanischen Garten angelegt hat. Zusammen mit Sophie lernt Philipp seine Wüste kennen, gemeinsam können sie eine Oase pflanzen.
„Wüstenjunge“ möchte eine Geschichte über Einsamkeit und Sehnsucht erzählen, möchte dies poetisch und humorvoll versuchen und zeigen, wie Freundschaft Trost spenden kann.